Heidelberger Schlosserei: Wie die „Straßennamensschilder“ in die Stadt kommen
Wie entsteht ein Straßennamensschild, bevor es im Stadtgebiet montiert wird? Bei einem Termin vor Ort auf dem Gelände des Zentralbetriebshof hat die städtische Schlosserei am 13. November 2025 diesen Prozess gemeinsam mit Raoul Schmidt-Lamontain, Bürgermeister für Klimaschutz, Umwelt und Mobilität, vorgestellt. Das Team zeigte, welche Arbeitsschritte notwendig sind, damit neue Schilder korrekt vorbereitet, montiert und langfristig nutzbar sind.
Im praktischen Teil des Termins erhielten die Teilnehmenden zunächst eine Einweisung in das Steigerfahrzeug der Schlosserei – inklusive Auswahl der passenden persönlichen Schutzausrüstung wie Fallschutzgurt, Handschuhe und Warnweste. Anschließend fuhren die Mitarbeitenden gemeinsam mit Bürgermeister Schmidt-Lamontain in die Bahnstadt, um dort die Montage neuer Straßennamensschilder zu begleiten. Nach erfolgreicher Befestigung am Standort Langer Anger/Max-Jarecki-Straße kehrte das Team zur Werkstatt zurück.
Bürgermeister Schmidt-Lamontain unterstützte die Arbeiten vor Ort und verschaffte sich ein Bild von den Sicherheits- und Präzisionsanforderungen, die mit der Montage in mehreren Metern Höhe verbunden sind. „Die Mitarbeitenden leisten hier handwerklich anspruchsvolle Arbeit, die im Alltag kaum jemand wahrnimmt – und doch trägt sie wesentlich zur Orientierung und Sicherheit in der Stadt bei“, betonte Schmidt-Lamontain.
Schlosserei öffnet ihre Hallen – Vom Rohteil zum einsatzbereiten Schild
In der Werkhalle werden zunächst Bohrungen gesetzt, Schutzkappen angebracht und Halterungen vorbereitet. Die Bauteile müssen exakt passen, damit die Schilder später Wind, Wetter und mechanischem Druck standhalten. Nach der technischen Vorbereitung folgt die Montage im Stadtgebiet. Mit einem Steigerfahrzeug bringen die Mitarbeitenden die Schilder an den entsprechenden Masten an, richten sie aus und prüfen die Befestigung.
Die Demonstration machte deutlich, wie viele Arbeitsschritte und wie viel Fachkenntnis hinter einem einzigen Schild stecken – von der Herstellung über die Vorbereitung bis hin zur sicheren Montage an Straßenkreuzungen wie dem Langer Anger oder der Max-Jarecki-Straße. Je nach Umfang dauert die Anbringung eines neuen Schildes zwischen zwei und zweieinhalb Stunden.
Schmidt-Lamontain: „Schlosserei ist wichtiger Bestandteil der städtischen Infrastruktur“
Bürgermeister Schmidt-Lamontain betonte die Bedeutung dieser oft wenig sichtbaren Arbeit:
„Straßennamensschilder sind ein wichtiger Bestandteil der städtischen Infrastruktur. Sie erleichtern die Orientierung im Alltag, unterstützen Rettungsdienste bei Einsätzen und tragen zur Sicherheit im öffentlichen Raum bei. Die Schlosserei und die weiteren Bereiche der ASZ leisten mit ihrer täglichen Arbeit einen wesentlichen Beitrag zur Funktionsfähigkeit unserer Stadt.“
Warum das Thema wichtig ist
Straßennamensschilder sind nicht nur für die Orientierung im Stadtgebiet unerlässlich, sondern auch eine rechtliche Pflicht. Sie gewährleisten, dass Rettungsdienste, Feuerwehr und Lieferdienste Adressen eindeutig identifizieren können – ein entscheidender Faktor für Sicherheit und Effizienz. Die Herstellung und Anbringung erfolgen nach klaren Vorgaben der Straßenverkehrsordnung (StVO) und den entsprechenden Verwaltungsvorschriften.
Schlosserei übernimmt breites Aufgabenspektrum im Betriebshof
Neben der Herstellung und Montage von Schildern übernimmt die Schlosserei weitere Aufgaben innerhalb des Zentralbetriebshofs, etwa Metallarbeiten für verschiedene städtische Einrichtungen oder passgenaue Sonderanfertigungen. Die enge Zusammenarbeit mit den Bereichen Abfallwirtschaft, Stadtreinigung und Zentralwerkstätten (ASZ) stellt sicher, dass Instandhaltung und Service für die städtische Infrastruktur reibungslos ablaufen.
Zum Aufgabenbereich der Schlosserei gehören außerdem die Wartung und Reparatur technischer Anlagen, die Anfertigung und Instandhaltung von Geländern, Toren oder Stadtmöbeln sowie Arbeiten an Fahrzeugaufbauten. Auch für Schließtechnik und Verkehrssicherungsmaßnahmen ist das Team zuständig – rund um die Uhr, wenn es nötig ist.

