Akkus und Batterien richtig entsorgen: Brände vermeiden, Ressourcen schützen
Stadt Heidelberg informiert über Gefahren durch Akku- und Batteriefehlwürfe
Lithium-Ionen-Akkus sind aus dem Alltag kaum noch wegzudenken: Sie stecken in Smartphones und Powerbanks, aber auch in elektrischen Zahnbürsten, Kopfhörern, Spielzeug, Werkzeugen oder E-Zigaretten. Werden Akkus und Batterien jedoch über den Rest- oder Biomüll entsorgt, können sie bei Sammlung, Transport oder weiterer Verarbeitung beschädigt werden und Brände auslösen. Die Stadt Heidelberg hat deshalb am Donnerstag, 27. August 2026, bei einem Pressetermin in der Abfallentsorgungsanlage darüber informiert, worauf Bürgerinnen und Bürger bei der Entsorgung achten sollten.
„Akkus stecken heute in viel mehr Alltagsgegenständen, als man auf den ersten Blick vermutet. Gerade deshalb ist es wichtig, vor der Entsorgung genau hinzuschauen. Akkus und Batterien gehören weder in den Rest- noch in den Biomüll. Wer sie richtig zurückgibt, schützt unsere Beschäftigten, Fahrzeuge und Anlagen – und sorgt zugleich dafür, dass wertvolle Rohstoffe wiederverwertet werden können“, sagte Sylvia Hafner, Leiterin der Abfallwirtschaft, Stadtreinigung und Zentralwerkstätten der Stadt Heidelberg (ASZ).
Anlass für den Informationstermin war ein Brand kürzlich im Bereich der städtischen Abfallentsorgung. Die Brandursache ist bislang nicht abschließend geklärt. Ein Zusammenhang mit einem falsch entsorgten Akku ist daher nicht festgestellt. Grundsätzlich stellen insbesondere Lithium-Akkus in der Abfallwirtschaft jedoch ein hohes Brandrisiko dar, wenn sie falsch entsorgt und im weiteren Entsorgungsprozess beschädigt werden.
Akkus verstecken sich in vielen Alltagsgegenständen
Bei dem Termin zeigten Beschäftigte der ASZ anhand typischer Alltagsgegenstände, wo Batterien und Akkus enthalten sein können. Neben Smartphones, Powerbanks oder Akkuschraubern zählen dazu beispielsweise Bluetooth-Kopfhörer, Fahrradlichter, elektrische Zahnbürsten, Spielzeug und E-Zigaretten. Gerade bei kleineren Elektrogeräten oder Geräten mit fest verbauten Akkus ist für Verbraucherinnen und Verbraucher nicht immer unmittelbar erkennbar, dass sie nicht in die normale Mülltonne gehören.
Gerät ein solcher Akku dennoch in den Rest- oder Biomüll, kann er während der Sammlung, beim Transport oder bei der Verarbeitung mechanisch belastet und beschädigt werden. Im ungünstigsten Fall kann daraus ein Brand entstehen. Gefährdet sind dadurch nicht nur Fahrzeuge und Entsorgungsanlagen, sondern insbesondere auch die dort beschäftigten Menschen.
Wohin mit Batterie, Akku und Elektrogerät?
Die wichtigste Regel lautet: Batterien, Akkus und Elektroaltgeräte niemals über den Rest- oder Biomüll entsorgen.
Bei der richtigen Entsorgung kommt es darauf an, um welchen Gegenstand es sich handelt:
- Lose Batterien und Akkus müssen getrennt gesammelt und an einer dafür vorgesehenen Annahmestelle abgegeben werden.
- Elektrogeräte mit entnehmbarem Akku: Wenn der Akku ohne Schwierigkeiten entnommen werden kann, werden Gerät und Akku entsprechend getrennt abgegeben.
- Elektrogeräte mit fest verbautem Akku: Das komplette Gerät gehört in die Elektroaltgeräte-Sammlung und darf nicht im Rest- oder Biomüll landen.
Elektrokleingeräte wie Handys, elektrische Zahnbürsten, Toaster oder Wasserkocher können in Heidelberg auf den zentralen Recyclinghöfen in Wieblingen und Kirchheim abgegeben werden. Seit 1. Juli 2026 ist eine Annahme von Elektrokleingeräten auf den Recyclinghöfen Emmertsgrund, Handschuhsheim und Ziegelhausen aufgrund neuer gesetzlicher Anforderungen nicht mehr möglich.
Einzelhandel ist ebenfalls zur kostenlosen Rücknahme von Elektrokleingeräten verpflichtet
Eine weitere Möglichkeit bietet der Einzelhandel: Viele Elektrokleingeräte können dort kostenlos zurückgegeben werden. Zur Rücknahme verpflichtet sind unter anderem Händler mit einer Verkaufsfläche für Elektro- und Elektronikgeräte von mindestens 400 Quadratmetern sowie Lebensmittelmärkte mit einer Gesamtverkaufsfläche von mindestens 800 Quadratmetern, die regelmäßig Elektrogeräte anbieten.
Pro Besuch können dort bis zu drei Altgeräte mit einer Kantenlänge von maximal 25 Zentimetern kostenlos abgegeben werden. Ein Neukauf ist dafür nicht erforderlich. Beim Kauf eines neuen Elektrogeräts können darüber hinaus auch entsprechende größere Altgeräte zurückgegeben werden. Seit Anfang 2026 sind die Rücknahmestellen im Handel durch ein einheitliches Logo gekennzeichnet.
Besondere Vorsicht gilt bei beschädigten, verformten oder aufgeblähten Akkus. Sie sollten nicht weiter benutzt und keinesfalls über den Hausmüll entsorgt werden. Bürgerinnen und Bürger können sich bei Unsicherheiten an die Beschäftigten der Recyclinghöfe wenden.
Richtige Entsorgung schützt Menschen und Rohstoffe
Die getrennte Sammlung dient nicht nur der Sicherheit. Batterien, Akkus und Elektrogeräte enthalten wertvolle Rohstoffe, die bei fachgerechter Entsorgung zurückgewonnen und wiederverwertet werden können. Zugleich können Elektroaltgeräte Stoffe enthalten, die bei falscher Entsorgung Umwelt und Grundwasser belasten. Die richtige Rückgabe schützt damit Beschäftigte und Infrastruktur und trägt zugleich zum Ressourcen- und Umweltschutz bei.
Weitere Informationen zu den Heidelberger Recyclinghöfen, Annahmemöglichkeiten und Öffnungszeiten gibt es online unter www.heidelberg.de/abfall.

